Ruhe ist WERTVOLL

R wie Ruhe – WERTVOLL-Serie Teil 4

Sonnenaufgang hinter Bäumen

Ich hab es gut! Ich schreibe diesen Artikel im Garten, in der Spätsommer- (oder Frühherbst-?) Sonne und genieße die Ruhe. Kein Rasenmäher, keine Autos. Ich höre nur die Hühner von nebenan und die Vögel in unseren Bäumen. Die perfekten Voraussetzungen, um über das „R“ in WERTVOLL zu schreiben – die Ruhe!

Kennen Sie das: Sie sind eingespannt in die alltäglichen Anforderungen, Ihr Kopf ist voll mit „ich muss noch…“ und „ich sollte …“ aber auch „Wenn ich doch endlich mal …“ und „Ich möchte so gerne …“ und ähnlichen Gedanken?

Die ganze Woche freuen wir uns auf das Wochenende. Doch was dann? Dann sind doch all die Dinge nachzuholen, für die unter der Woche keine Zeit war – der Hausputz, die Bügelwäsche und naja Sport muss auch mal wieder getrieben werden.

Was bedeutet RUHE – für Sie?

Frei sein von äußerem Druck? Von innerem Druck? Ohne schlechtes Gewissen die Geschäftigkeit ruhen lassen?

Wir brauchen das! Diese Zeiten sind lebensnotwendig .

Oft denken wir, wir haben keine Zeit, uns diese Auszeiten, diese kleinen Oasen zu nehmen. Tun wir es doch, kommt der kleine Mann im Ohr und erzählt uns, was wir jetzt eigentlich tun sollten.  Und das schlechte Gewissen raubt uns sehr viel Energie.

Das Prinzip ist sehr alt. Wir finden es, wie viele andere Weisheiten auch, schon in der Bibel. Sechs Tage sollen wir arbeiten, unseren Geschäften nachgehen – aber am siebten Tag ruhen, auftanken, Kräfte sammeln. Ganz ohne schlechtes Gewissen – dann kann es auch wieder mit viel Schwung und Energie weitergehen.

Diesen Tag können wir nutzen, den Kontakt zu Menschen zu halten, die wir vielleicht etwas aus den Augen verloren haben, weil wir alle so beschäftigt sind. Mal wieder nachfragen und die Ruhe haben, die Antworten zu hören. Ohne, dass die Gedanken schon bei dem Aktenberg am Montagmorgen sind.

Ich merke immer wieder, dass es Zeit braucht, in diese Ruhe zu kommen. Wir haben schließlich keinen Schalter, um die Gedanken abzuschalten. „Jetzt ist mein Ruhetag und ich denke nicht mehr an die Arbeit, meine Probleme und Aufgaben!“ Das funktioniert selten. Aber wenn man die bewußte Entscheidung für diese Auszeit trifft und sich darauf einläßt, es zuläßt, dass andere Gedanken in den Vordergrund treten, dann spürt man, wie die Seele beginnt aufzuatmen.

Dann löst sich auch manches, was uns belastet auf, uns kommen hilfreiche Gedanken.

Das ist die Zeit für alles, was Seele nährt. Wir reden hier ja viel über Ernährung des Körpers, aber auch die Seele braucht Nahrung.

Mal wieder mit offenen Augen durch die Natur gehen und wirklich wahrnehmen. Und TIEF Luft holen. Religiöse und gläubige Menschen können einen Gottesdienst besuchen.

Ich möchte Sie ermutigen, diese Entscheidung zu treffen, sich einen Tag in der Woche frei zu nehmen und zur Ruhe zu kommen. Wo Sie nichts müssen und Ihr schlechtes Gewissen samt dem Mann im Ohr auf die Insel schicken.

Am nächsten Tag geht es weiter, da ist wieder alles dran, was getan werden MUSS. Doch Sie werden erleben, dass mit aufgefüllten Tanks vieles leichter von der Hand geht und manche Probleme nicht mehr so schwer sind.

Vielleicht gelingt das nicht beim ersten Mal, machen Sie es zu einer guten Gewohnheit.

Herzlichst Ihre

Porträt Susanne Henry

 

 

 

Susanne Henry